Chronik
Nach längeren Quälereien um die Beschaffung von Turngeräten gründen die Turnväter Rudolf Letsch und Hellmuth Edler mitKurt Tormählen den VfL Börnsen. Als Gründungsort hielt der Lindenhof von Albers her. Die Beiträge wurden wie folgt festgesetzt: für Kinder 0,30 DM für Erwachsene 0,60 DM 1. Vorsitzender wird Kurt Tormählen. Die Kasse wird von Fr. Kerber (Bekaan) geführt.
Zur Ausübung des Turnunterrichts wurde für die Winterzeit eine Turnhalle benötigt. Es wurde von den englischen Besatzungstruppen eine 22x14m große Baracke aus Glinde erworben und mit Traktoren zerlegt ins Dorf gebracht. Aufgestellt wurde sie bei Dietrich Kiehn am Neuen Weg. Der Fußboden bestand aus Sand. Der Preis betrug 3000,- DM. Die Finanzierung erfolgte teilweise durch den Verkauf von Anteilscheinen.
Dr. Helmut Piltz wird 1. Vorsitzender des VfL
Da die Halle jetzt von der Gemeinde (Schule) mitbenutzt wird zahlt sie einen Zuschuß. Zwei Jahre später war das Darlehn für die Halle abbezahlt. Es konnte mit der Rückzahlung der Anteilsscheine (a 5,- DM) begonnen werden.
Mit 21 Jahren übernimmt der Sohn des Vereinmitbegründers Hans-Jürgen Tormählen das Ruder. Er wird über viele Jahrzehnte das Wohl des Vereins bestimmen. In seiner Zeit wurden die Weichen bis heute gestellt.
Im Winter 62/63 gelingt es den Skiverrückten um Hans-Jürgen Tormählen die Kreismeisterschaften im Slalom, Abfahrt!! und Langlauf nach Börnsen in die Dahlbek zu holen. Als Vorbereitung diente eine Skifreitzeit (Trainingslager) in Braunlage.
Nach den wilden Anfangsjahren wird nun beim Amtsgericht Geesthacht die Eintragung in das Vereinsregister vorgenommen. Ab jetzt ist die Vereinsführung an die rechtlichen Richtlinien des Vereinsregisters gebunden.
Die Gemeinde hat ihr erstes großes Sportprojekt verwirklicht. Die Turnhalle ist fertig und wird feierlich eingeweiht. Der Bau ist etwas größer geworden als die Zuschüße des Landes es erlaubten. Schon damals erkannte der Bürgermeister Donath, daß der genehmigte Platz nicht ausreicht und baute auf Gemeindekosten etwas großzügiger.
In der neuen Sporthalle werden die ersten Ballsportarten ausprobiert. Es bildet sich eine Mädchenmannschaft. Der Spielbetreib muß jedoch schon nach wenigen Jahren wieder eingestellt werden, da nicht genügend Spielerin gefunden wurden.
Nachdem Helmuth Edler bereits die Vereinsgründung initiert hatte, hat er auch die zündende Idee für unsere Tennissparte. 32 Spieler richteten in Eigenhilfe einen Asphaltplatz neben der Turnhalle zum Spielfeld her.
Elf Turner des VfL fuhren zum Turnfest nach Berlin um dort ihre Künste zu zeigen.
Unter der Leitung des jetzigen Musikalstarts Hartwig Rudolz wurde eine Jugendtanzgruppe gegründet. Mit selbst genähten Kostümen wurden Veranstaltungen in norddeutschen Raum besucht. Neben Auftritten bei "Du und Deine Welt", beim Sommernachtsball in Plön, der Hamburger Polizei wurden auch Wohltätigkeitsveranstaltungen für die "Aktion Sorgenkind" mit den Auftritten unserer Showtanzgruppe bereichert. Durch den beruflichen Aufstieg und Umzug von Hartwig Rudolz kam nach 6 Jahren leider ein viel zu schnelles Ende der Truppe.
Nach insgesamt 18 Monaten Planung und Bauzeit wird die neue Tennisanlage des VfL Börnsen eingeweiht. Der angedachte Platz bei der Waldschule wurde aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht genehmigt. So entstanden zwei Allwetterplätze neben der Turnhalle. Ab 1980 trugen die Herren Medenspiele aus. Die Kosten betrugen mit allen anderen Baumaßnahmen 61.100 DM. Die Finanzeirung erfolgte z.T. mit Bürgschaften einzelner Mitglieder.
Unter der Leitung von Johannes Kühl wird die Schwimmabteilung gegründet. Da Börnsen keine Halle hat wurde das Schwimmen im Lehrschwimmbecken der Realschule Wentorf durchgeführt. Nach mehreren Schriftwechseln mit der Gemeinde durfte dort auch nur Vor- und Grundschülern unter Unterricht erteilt werden.
Im Herbst des Gründungsjahres wird bereits die erste Laufveranstaltung durchgeführt. Es fand der erste Dahlbek-Lauf statt. Es folgten in den kommenden Jahren noch div. Kreismeisterschaften. Als Aushängeschild und Vorbild dient der Abteilungsleiter Leo Feindt welcher es bis zu guten Plazierungen bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in verschiedenen Wurfdisziplinen gebracht hat.
Auf der Jahreshauptversammlung wird das Vereinsabzeichen leicht umgestaltet und die Farben sind jetzt Blau und Weiß, statt Schwarz und Weiß.
Zur besseren Ausnutzung der Tennisplätze wurde, wie fast alles in der Abteilung, in Eigenhilfe eine Flutlichtanlage angeschafft und aufgebaut. Die Kosten hierfür betrugen 20.000 DM
Obwohl sie schon seit 1971 gelaufen sind, wurde erst jetzt offiziell unter der Leitung von Hans-Jürgen Tormählen, als Ableger der Leichtathletikabteilung der Lauftreff gegründet. Seit 1981 ist traditionell der Putenlauf der Saisonausklang. Nach dem Motto "Laufen ohne zu schnaufen" wird sich sonntäglich an der Waldschule getroffen. Aus der Gruppe gingen mehrere Marathonläufer hervor.
Die Gemeinde hat den Sportplatz fertiggestellt und er wird mit einer großen Einweihungsfeier der Öffentlichkeit übergeben. Jetzt haben auch die Leichtathleten um Leo Feindt eine geeignete Trainingsstätte. Als größtes Manko ist die fehlende 400m Laufbahn anzusehen.
Vom 21.-24.Juni fanden die Feierlichkeiten des VfL Börnsen zum 25jährigen Jubiläum statt. Neben einem Leichtathletik Abendsportfest wurden auch die Kreismeisterschaften für Schüler ausgerichtet. Im Lindenhof fand ein Festakt und am Samstag ein Jubiläumsball satt. Zum Abschluß am Sonntag gab es eine Sportshow des VfL mit Beiträgen benachbarter Vereine und ein Handball- turnier. Ein Luftballonweitflugwettbewerb rundete das Programm ab.
Unter der Leitung von Ursel Schmalfeld wird eine weitere Gymnastikgruppe gegründet. Auch die Skifahrer machen unter der Leitung von Elisabeth Pepelnik ihre Trockenübungen zur Vorbereitung auf die Skisaison.
Nach mehreren vergeblichen Versuchen in Eigenregie ein Vereinsheim für die Tennissparte zu errichten, wurde jetzt durch die Gemeinde der Anbau an die Turnhalle fertiggestellt. Unseren Tennisspielern stand damit eine feste Unterkunft zur Verfügung. Zwischen den Spielen und nach Beendigung der Medenspiele verfügten sie jetzt über eine wetterunabhängige Unterkunft. Der Aufenthaltsraum der Tennisspieler dient seitdem auch dem Vorstand als Tagungsraum für seine Sitzungen.
Nachdem das Handballspiel für Mädchen/Frauen nicht mehr existiert versucht Martin Stein nun männliche Mitspieler zu finden.
Unter der Leitung von Ulrich Sander wird die Tischtennissparte des VfL gegründet.
Nach zwanzig Jahren tritt Hans-Jürgen Tormählen nicht mehr zur Wahl an, er will jüngeren seinen Posten überlassen. Dieses gelingt ihm nicht ganz, sein Nachfolger ist 15 Jahre älter.
Leider ist aus den Unterlagen nicht ersichtlich wer dieses Mitglied ist.
Nach nur einem Jahr der Zwischenlösung wechselt erneut der 1. Vorsitzende. Leo Feindt übernimmt die Führung des VfL.
Erstmals übernimmt eine Frau den Vorsitz des Vereins.
Nachdem sich Magret Heß im Frühjahr 1993 nicht zur Wiederwahl stellt , behält sie kommisarisch das Amt für ein halbes Jahr bei. Nach mehren Verhandlungen über mögliche Nachfolger findet sich Christa Steffens auf der außerordentlichen Jahreshauptversammlung und erklärt sich zur Kandidatur bereit.
Nachdem die Bundeswehr uns die Hallenzeiten in der Wentorfer Bose-Bergmann-Kaserne gekündigt hat fehlt den Handballern eine geeignete Sportstätte für ein Weitermachen. Der Trainings- und Spielbetreib muß eingestellt werden.
Nach nur gut einem Jahr im Amt gibt aus persönlichen Gründen Christa Steffens den 1. Vorsitz wieder ab. Zur Rettung des Vereins übernimmt Hans-Jürgen Tormählen erneut den Vorsitz.
Aufgrund von technischen Mängeln muß das Lehrschwimmbecken in der Realschule Wentorf geschlossen werden. Wieder ist uns eine Sportstätte genommen worden und der Schwimunterricht muß eingestellt werden. Nach 21 Jahren Unterricht hat Johannes Kühl halb Börnsen das Schwimmen beigebracht und zieht seine Schwimmhäute aus.
Die 1. Herrenmannschaft des VfL gewinnt den Hamburger Vorgabe-Pokal gegen den SV Nettelnburg-Allermöhe. Nach einem 8:8 Endstand sprach das Satzverhältnis von 18:16 für unsere Spieler um Robert Sander.
Nach über 40 Jahren im VfL Vorstand übergibt Hans-Jürgen Tormählen zum zweiten Mal die Führung des Vereins. Dieses mal findet er tatsächlich einen jüngeren Nachfolger.
Jens Naundorf gründet im VfL die Triathlon- und Radsportsparte. Mit 7 bzw. 9 Mitgliedern sind die Sparten noch recht klein. Schon im ersten Jahr gibt es bei den Landesmeisterschaften im Triathlon Podestplätze. Durch die Gründung der Triathlonsparte ist der VfL auch Mitausrichter des Vierlandentriathlon, am Hohendeicher See, in Hamburg.
Antje Grodt und ihre Zwillingsschwester Carolin sind die ersten Mitglieder mit vierstelliger Mitgliedsnummer. Die beiden sind eifrige Turnerinnen bei Ulrike Vogt beim Eltern-Kind-Turnen.
Es hat nicht einmal 20 Jahre gedauert, bis sich die Mitgliederzahl verdoppelt hat.
Unter der Leitung von Susanne Sander wird im Bürgerhaus jetzt Qi Gong angeboten. Die Gruppe ist gleich zu Beginn so groß, dass ein Anmeldestopp erfolgen muß.
Im Rahmen der 50.Jahrfeier wird der langjärige 1.Vorsitzende Hans-Jürgen Tormählen zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Nach über einjähriger Vorbereitung veranstaltet die Triathlonsparte nun ihren eigenen Triathlon in Geesthacht. Geschwommen wird in der Elbe. Rad gefahren wird auf einer Schleife über Kruckow und Gülzow. Der abschließende Lauf findet auf der Elbhalbinsel statt.
Michael Schulz gründet die Judosparte. Viele der Kinder kommen direkt von der Offenen Ganztagsschule zum Training in die Sporthalle. Schon nach 4 Wochen sind beiden Gruppen, mit je 25 Leuten, voll.